Lernort „Unantastbar Mensch“, Chemnitz

Wann

September 26, 2026    
10:00 a.m. - 5:00 p.m.

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Wo

Unantastbar Mensch Informationszentrum
Rudolf-Krahl-Straße 60, Chemnitz, Sachsen, 09116

Veranstaltungstyp

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Gedenken im Raum der Vielfalt, Inklusion und Leben

Lernort „Unantastbar Mensch“, Chemnitz-Altendorf

Adele Prager wurde am 25.09.1940 in Pirna-Sonnenstein ermordet. Wegen ihrer unheilbaren Nervenkrankheit lebte sie in der Leipziger Heil – und Nervenanstalt. Ohne die NS-Herrschaft wär sie vermutlich nie nach Chemnitz-Altendorf gekommen.

Warum teilnehmen?
Der Besuch soll historische Zusammenhänge erfahrbar machen und Impulse für die Arbeit mit Jugendlichen geben.
Themen für den Besuch des Ortes:
* Einführung in das Thema: systematische Ermordung von Menschen mit Behinderungen im Rahmen der „Euthanasie“-Verbrechen während der NS-Zeit
* Was ist „Unantastbar Mensch?“ – die Einrichtung und Geschichte
* Führung: Gelände der Einrichtung, Gedenkort und –pfad, die Grauen Busse
* Gespräch mit Sozialarbeiter*innen und /oder Azubis mit Einschränkungen zu Möglichkeiten der inklusiven Bildungsarbeit (nzb)
* Vorstellung der Bildungsarbeit, inkl. Biografiearbeit
* Gespräch & Austausch

Zielgruppe: Multiplikator*innen und Interessent*innen der (Bildungs)-Arbeit mit Jugendlichen aus Sachsen

Zeitenblicke-Bildungsfahrten 2026

Datum: 11. September 2026
online Vorbereitung: 07.09.2026 / 18:30 - ca. 20:00 Uhr

Unsere Reise führt uns zum ehemaligen Frauen-Außenlager Penig und fragt, was dieser Ort heute für unsere Erinnerungs- und Bildungsarbeit bedeuten kann. Die Bürgerinitiative Gesicht zeigen – Netzwerk für demokratisches Handeln lädt ein, diesen Ort kennenzulernen und Impulse für die Arbeit mit Jugendlichen mitzunehmen. Der Verein engagiert sich seit 2015 für die Aufarbeitung dieses Lagers. Wir erhalten einen tiefen Einblick in die Geschichte des Frauen-Außenlagers Penig, die Lebenswege seiner Insassinnen und das Ende dieses Ortes nationalsozialistischer Gewalt.

Datum: 22. Juni 2026

In Terezín/Theresienstadt begegnen wir der Geschichte der europäischen Juden, die dort als Zwischenstation der Deportation auf dem Weg in die Vernichtung festgehalten wurden – darunter auch Menschen aus dem Erzgebirge, dem Vogtland, Zwickau und Chemnitz. Junge Menschen aus Deutschland (ASF) und Österreich (Gedenkdienst) absolvieren seit über 30 Jahren ein einjähriges Freiwilligenjahr an der Gedenkstätte Theresienstadt und vermitteln die Geschichte engagiert, verständlich und altersgerecht.

Datum: 28. August 2026

Wir besuchen den Ausgangspunkt des Todesmarsches, das KZ-Außenlager Mülsen St. Micheln, und folgen einigen Etappen in den Gemeinden Hartenstein, Schlema, Schneeberg, Zschorlau und Eibenstock, wo die Häftlinge einen Zug zum KZ-Außenlager Leitmeritz bestiegen. Dabei begleiten uns die Projektkoordinatorinnen von DenkMal der KGE Erzgebirge e. V., Aue-Bad Schlema & Alter Gasometer e. V., Zwickau. Sie haben in den letzten Jahren mit Jugendlichen u. a. Gedenktafeln entlang der Strecke gestaltet.

Datum: 26. September 2026

Seit 2021 sensibilisiert der Lernort Unantastbar Mensch für die NS-Geschichte des heutigen Rehabilitationszentrums für Blinde und Sehbehinderte und entwickelt u. a. inklusive Bildungsprogramme rund um das Denkmal zum „GEDENKEN“ an die Opfer der „Euthanasie“. Gemeinsam mit Vertreterinnen der Bildungsabteilung und des Projekts zum Gedenken an die Opfer der „Euthanasie“ lernen wir die Geschichte der ehemaligen „Königlich-Sächsischen Landeserziehungsanstalt für Blinde und Schwachsinnige“ kennen, eine der Einrichtungen, die während der NS-Zeit Menschen vorwiegend mit geistiger Behinderung oder psychischer Krankheit in die sächsische Tötungsanstalt  Pirna-Sonnenstein „verlegte“.

Datum: 6. November 2026

Das ehemalige Kaßberg-Gefängnis war ein zentraler Ort politischer Haft – in der Zeit des Nationalsozialismus für Angehörige verschiedener Verfolgtengruppen, Kommunisten, Sozialdemokraten, Juden und Widerstandskämpfer, und später in der DDR als Abwicklungsort des Häftlingsfreikaufs. Der Verein Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. setzte sich seit 2010 für den Erhalt des Gebäudekomplexes ein und erkämpfte die Errichtung einer Gedenkstätte mit einer Bildungsabteilung. Während unseres Besuches werden wir voraussichtlich auch mit dem Sohn von Max Brudner sprechen können.

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