KZ-Außenlager Mülsen St. Micheln (Todesmarsch)

Zeitenblicke-Bildungsfahrten 2026
Datum: 11. September 2026
online Vorbereitung: 07.09.2026 / 18:30 - ca. 20:00 Uhr
Unsere Reise führt uns zum ehemaligen Frauen-Außenlager Penig und fragt, was dieser Ort heute für unsere Erinnerungs- und Bildungsarbeit bedeuten kann. Die Bürgerinitiative Gesicht zeigen – Netzwerk für demokratisches Handeln lädt ein, diesen Ort kennenzulernen und Impulse für die Arbeit mit Jugendlichen mitzunehmen. Der Verein engagiert sich seit 2015 für die Aufarbeitung dieses Lagers. Wir erhalten einen tiefen Einblick in die Geschichte des Frauen-Außenlagers Penig, die Lebenswege seiner Insassinnen und das Ende dieses Ortes nationalsozialistischer Gewalt.
Datum: 22. Juni 2026
In Terezín/Theresienstadt begegnen wir der Geschichte der europäischen Juden, die dort als Zwischenstation der Deportation auf dem Weg in die Vernichtung festgehalten wurden – darunter auch Menschen aus dem Erzgebirge, dem Vogtland, Zwickau und Chemnitz. Junge Menschen aus Deutschland (ASF) und Österreich (Gedenkdienst) absolvieren seit über 30 Jahren ein einjähriges Freiwilligenjahr an der Gedenkstätte Theresienstadt und vermitteln die Geschichte engagiert, verständlich und altersgerecht.
Datum: 28. August 2026
Wir besuchen den Ausgangspunkt des Todesmarsches, das KZ-Außenlager Mülsen St. Micheln, und folgen einigen Etappen in den Gemeinden Hartenstein, Schlema, Schneeberg, Zschorlau und Eibenstock, wo die Häftlinge einen Zug zum KZ-Außenlager Leitmeritz bestiegen. Dabei begleiten uns die Projektkoordinatorinnen von DenkMal der KGE Erzgebirge e. V., Aue-Bad Schlema & Alter Gasometer e. V., Zwickau. Sie haben in den letzten Jahren mit Jugendlichen u. a. Gedenktafeln entlang der Strecke gestaltet.
Datum: 26. September 2026
Seit 2021 sensibilisiert der Lernort Unantastbar Mensch für die NS-Geschichte des heutigen Rehabilitationszentrums für Blinde und Sehbehinderte und entwickelt u. a. inklusive Bildungsprogramme rund um das Denkmal zum „GEDENKEN“ an die Opfer der „Euthanasie“. Gemeinsam mit Vertreterinnen der Bildungsabteilung und des Projekts zum Gedenken an die Opfer der „Euthanasie“ lernen wir die Geschichte der ehemaligen „Königlich-Sächsischen Landeserziehungsanstalt für Blinde und Schwachsinnige“ kennen, eine der Einrichtungen, die während der NS-Zeit Menschen vorwiegend mit geistiger Behinderung oder psychischer Krankheit in die sächsische Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein „verlegte“.
Datum: 6. November 2026
Das ehemalige Kaßberg-Gefängnis war ein zentraler Ort politischer Haft – in der Zeit des Nationalsozialismus für Angehörige verschiedener Verfolgtengruppen, Kommunisten, Sozialdemokraten, Juden und Widerstandskämpfer, und später in der DDR als Abwicklungsort des Häftlingsfreikaufs. Der Verein Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. setzte sich seit 2010 für den Erhalt des Gebäudekomplexes ein und erkämpfte die Errichtung einer Gedenkstätte mit einer Bildungsabteilung. Während unseres Besuches werden wir voraussichtlich auch mit dem Sohn von Max Brudner sprechen können.