Jugendliche aus dem Erzgebirge auf Spurensuche in Chemnitz
Im Rahmen ihres Geschichtsprojekts „Verschwundene Geschichten“ besuchen Jugendliche aus Annaberg-Buchholz die Gedenkstätte am Kaßberg in Chemnitz. Vor Ort setzen sie sich intensiv mit den Schicksalen jüdischer Häftlinge während der NS-Zeit auseinander.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Biografien von Jankel Rotstein und Max Brudner, die in den Jahren 1938/39 im Kaßberg-Gefängnis inhaftiert waren. Anhand ihrer Lebensgeschichten erhalten die Jugendlichen einen persönlichen Zugang zur Geschichte von Verfolgung und Unrecht.
Ein besonderer Bestandteil des Besuchs ist das Gespräch mit Hermann Brudner, dem Sohn von Max Brudner. Er berichtet über das Leben seines Vaters und steht den Jugendlichen für Fragen zur Verfügung.
Die Veranstaltung bietet einen eindrücklichen Einblick in regionale NS-Geschichte und zeigt, wie wichtig Erinnerungsarbeit auch für junge Generationen ist.