Historisches Workcamp in Zeithain mit Jugendlichen aus Frankenberg und Umgebung (2021/22) –

Spurensuche im ehemaligen Kriegsgefangenenlager Zeithain

Im Rahmen eines historischen Workcamps begaben sich Jugendliche aus Frankenberg auf archäologische Spurensuche. Unter Anleitung einer erfahrenen Archäologin gemeinsam mit einer Bildungsexpertin der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain führten sie selbstständig kleinere Ausgrabungen auf dem Gelände des ehemaligen Lagers durch. Dabei stießen sie u. a. auf Spuren eines sowjetischen Kriegsgefangenen – eine Entdeckung, die sie weiter nach Leipzig führte, wo dieser zur Zwangsarbeit eingesetzt war.

Historischer Hintergrund

Das Kriegsgefangenenlager Zeithain wurde 1941 von der Wehrmacht eingerichtet und diente bis 1945 vor allem der Internierung sowjetischer Kriegsgefangener, die unter extremen Bedingungen litten. Hunger, Krankheiten und fehlende medizinische Versorgung führten dazu, dass Zeithain zu den tödlichsten deutschen Kriegsgefangenenlagern zählte. Schätzungsweise mehr als 25.000 Gefangene starben dort innerhalb weniger Jahre.

Themenschwerpunkte

• Kriegsgefangenenlager
• Zwangsarbeit

Projektaktivitäten

• Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain
• Bildungsfahrt zur Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
• Historisches Arbeiten vor Ort, inklusive archäologischer Kleinfunde und Dokumentation

Organisator*in

Sozialarbeiter*innen des Kinder- und Jugendclubs „Am Bahnhof“ des Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e. V.

Partner*innen

Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain • Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig • Büro für Zeitgeschichte

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