Prag, Lidice und Königsmühle – NS-Verbrechen und ihre Folgen
Jugendliche aus dem Erzgebirge reisten gemeinsam mit Sozialpädagog*innen ihrer Kinder- und Jugendeinrichtungen nach Tschechien, um historische Orte der Zeit des Nationalsozialismus zu erkunden. In Prag erhielten sie Hintergrundwissen zu den Ereignissen, die 1942 zur vollständigen Zerstörung des Dorfes Lidice führten. Besonders eindrucksvoll war die Begegnung mit einem Zeitzeugen, der das Massaker überlebte, da er damals noch kein Jahr alt war.
Den Abschluss bildete ein Besuch in Königsmühle, einer verfallenen ehemaligen sudetendeutschen Siedlung. Dort erfuhren die Jugendlichen von der Geschichte der Vertreibung der Sudetendeutschen nach Kriegsende – einem Kapitel, das ohne die nationalsozialistische Besetzung und Gewaltpolitik nicht denkbar gewesen wäre.
Historischer Hintergrund
Lidice wurde am 10. Juni 1942 als Vergeltung für das Attentat auf Reinhard Heydrich in Prag von der SS dem Erdboden gleichgemacht, männliche Bewohner wurden ermordet, Frauen und Kinder deportiert, einige Kinder in deutsche Familien verschleppt. Die Zerstörung von Lidice steht exemplarisch für die Brutalität der NS-Besatzung in Böhmen und Mähren.
Themenschwerpunkte
• Prag unterm Hakenkreuz
• Widerstand in Prag
• Attentat auf Reinhard Heydrich und seine Folgen
• Das Massaker von Lidice
Projektaktivitäten
• Bildungsfahrt nach Prag, Lidice und Königsmühle
• Begegnung mit einem Zeitzeugen
• Einführungs- und Nachbereitungstreffen
Ergebnisse
• Buch
Organisator*innen
Sozialarbeiter*innen des Evangelischen Jugendzentrums „Meisterhaus“, des CVJM-Jugendhauses „Alter Schafstall“ und des Soziokulturellen Zentrums „Alte Brauerei“ Annaberg-Buchholz
Partner*innen
Pragkontakt • Živá paměť, Prag • DoKrajin, Kovářská • AGJF • Brücke|Most-Stiftung








