Bildungsfahrt zur deutsch-tschechischen Zeitgeschichte mit Jugendlichen aus Annaberg-Buchholz (2024)


Prag, Lidice und Königsmühle – NS-Verbrechen und ihre Folgen

Jugendliche aus dem Erzgebirge reisten gemeinsam mit Sozialpädagog*innen ihrer Kinder- und Jugendeinrichtungen nach Tschechien, um historische Orte der Zeit des Nationalsozialismus zu erkunden. In Prag erhielten sie Hintergrundwissen zu den Ereignissen, die 1942 zur vollständigen Zerstörung des Dorfes Lidice führten. Besonders eindrucksvoll war die Begegnung mit einem Zeitzeugen, der das Massaker überlebte, da er damals noch kein Jahr alt war.

Den Abschluss bildete ein Besuch in Königsmühle, einer verfallenen ehemaligen sudetendeutschen Siedlung. Dort erfuhren die Jugendlichen von der Geschichte der Vertreibung der Sudetendeutschen nach Kriegsende – einem Kapitel, das ohne die nationalsozialistische Besetzung und Gewaltpolitik nicht denkbar gewesen wäre.

Historischer Hintergrund

Lidice wurde am 10. Juni 1942 als Vergeltung für das Attentat auf Reinhard Heydrich in Prag von der SS dem Erdboden gleichgemacht, männliche Bewohner wurden ermordet, Frauen und Kinder deportiert, einige Kinder in deutsche Familien verschleppt. Die Zerstörung von Lidice steht exemplarisch für die Brutalität der NS-Besatzung in Böhmen und Mähren.

Themenschwerpunkte

• Prag unterm Hakenkreuz
• Widerstand in Prag
• Attentat auf Reinhard Heydrich und seine Folgen
• Das Massaker von Lidice

Projektaktivitäten

• Bildungsfahrt nach Prag, Lidice und Königsmühle
• Begegnung mit einem Zeitzeugen
• Einführungs- und Nachbereitungstreffen

Ergebnisse

• Buch

Organisator*innen

Sozialarbeiter*innen des Evangelischen Jugendzentrums „Meisterhaus“, des CVJM-Jugendhauses „Alter Schafstall“ und des Soziokulturellen Zentrums „Alte Brauerei“ Annaberg-Buchholz

Partner*innen

Pragkontakt • Živá paměť, Prag • DoKrajin, Kovářská • AGJF • Brücke|Most-Stiftung

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