Und was hat das mit mir zu tun? – Lokale Spurensuche in Sebnitz, Neustadt/Sa. und Terezín
Was hat ein Ort wie Terezín in Tschechien mit der Heimatregion zu tun? Jugendliche begaben sich im Rahmen des Konfirmandenunterrichts gemeinsam mit ihrem Pfarrer auf die Spuren zweier Ehepaare aus Sebnitz. Die Paare wurden gleich zu Beginn der Errichtung nach Theresienstadt deportiert und verstarben kurz nach ihrer Ankunft aufgrund der schrecklichen Lebensbedingungen, insbesondere für ältere Menschen. Die Jugendlichen arbeiteten mit Dokumenten aus verschiedenen Archiven, um mehr über das Schicksal der beiden Männer und ihrer Ehefrauen zu erfahren. Dabei wurden sie von ASF-Freiwilligen der Gedenkstätte Theresienstadt unterstützt, die historische Hintergründe vermittelten und jene Orte in Terezín zeigten, die mit dem Leben und Sterben der Jüdinnen und Juden verbunden waren – darunter auch die der beiden Ehepaare aus Sebnitz.
Historischer Hintergrund
Theresienstadt steht für Täuschung, Leid und Vernichtung im Nationalsozialismus und ist bis heute ein verstörender Ort. Zwischen 1941 und 1945 wurden mehr als 140.000 Jüdinnen und Juden, darunter 15.000 Kinder, in das Ghetto und Durchgangslager deportiert – auch Menschen aus dem Erzgebirge.
Themenschwerpunkte
• Nationalsozialismus und Holocaust
• Deportation jüdischer Menschen
Projektaktivitäten
• Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Theresienstadt/Terezín
• Workshops zu Biografien, Quellenarbeit
• Begegnung mit einer Zeitzeugin
Ergebnisse
• Stolpersteinpflege• eigene Geschichten und Bilder
Organisator*innen
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Sebnitz-Hohnstein
Partner*innen
Evangelisch-Lutherisches Landesjugendpfarramt in Dresden, Stadtmuseum Sebnitz, Freiwilligenbüro der Gedenkstätte Theresienstadt, Brücke|Most-Stiftung






