Jugendgeschichtsarbeit in Annaberg-Buchholz (2024/25)

„Vergissmeinnicht“. Erforschen, Erzählen, Erinnern

Die Annaberger Kät, eines der ältesten Volksfeste Deutschlands, zieht jedes Jahr Tausende Besucher*innen an. Was viele nicht wissen: Auf dem heutigen Kätplatz befand sich zur Zeit des Nationalsozialismus das Schützenhaus, eine frühe Haftstätte zur Ausschaltung politischer Gegner. Im Rahmen der außerschulischen Jugendforschung im Soziokulturellen Zentrum Alte Brauereigingen Jugendliche genau dieser Frage nach: Was geschah hier während der NS-Zeit? Im Mittelpunkt ihrer Recherchen stand das Schicksal einer 25-jährigen Katholikin aus Wiesenbad, die Anfang März 1933 im Schützenhaus misshandelt wurde und die Folter nicht überlebte.

Historischer Hintergrund

Das Schützenhaus in Annaberg wurde unmittelbar nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten im März 1933 als frühe Haftstätte genutzt. Dort hielt die SA vor allem politische Gegner fest – darunter Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter –, die schweren Misshandlungen und Schikanen ausgesetzt waren. 

Themenschwerpunkte

• Frühe Konzentrationslager und Haftstätten 1933-1937
• NS-Geschichte des Schützenhauses Annaberg
• Biografische Spurensuche

Projektaktivitäten

• Bildungsfahrt zur KZ-Gedenkstätte Sachsenburg
• Themenabend mit Expert*innen und Erfahrungsaustausch
• Historisches Arbeiten vor Ort

Projekt­ergebnisse

• Broschüre
• Podcast

Organisator*in

Soziokulturelles Zentrum Alte Brauerei e. V., Annaberg-Buchholz e. V.

Partner*innen

Kinder- und Jugendstiftung, Brücke|Most-Stiftung Dresden

Podcast

Weitere Projekte